Aktuelles | Lichtenegger Bund
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    Gruppenbild mit Terrier „Anni“: Die LiBu-Ausflugsgruppe mit Johannes Reitmeier von eindrucksvoller Berg-Kulisse.
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    Johannes Reitmeier führte die Gruppe aus seiner Heimat durch das neueröffnete Haus der Musik in Innsbruck.
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    Blick von der Dachterrasse des Hauses der Musik.
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    Mit einer Flasche Brandner Kaspar Kerschgeist verabschiedete sich Walter Kolbeck von Johannes Reitmeier.

Innsbruck. (wr) Mit einem Besuch der Oper Carmen, einer Wanderung vom Bergdorf Igls mit beeindruckenden Ausblicken zum Patscherkofel, Bummeln in Innsbruck und einer exklusiven Führung durchs gerade erst eröffnete Haus der Musik durch Johannes Reitmeier, dem Intendanten des Tiroler Landestheaters und Symphonieorchesters Innsbruck, hatten die 37 Mitglieder des Lichtenegger Bundes vom 12. bis 14, Oktober ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Fazit: LiBu-Vorsitzender Walter Kolbeck und die Teilnehmer der Fahrt waren bei der Rückfahrt sicher, schon bald ihrem Regisseur Johannes Reitmeier einen erneuten Besuch in Innsbruck abzustatten.

Am Freitag am 6 Uhr startete Alois Gruber den Reisebus. Gruber, Mitglied des Libu-Bautrupps, ließ es sich nicht nehmen, selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Am Rasthof Vaterstetten wurden Brotzeitbänke aufgestellt, selbstgebackener Kuchen, Kaffee und Wiener serviert. Nach diesem Zwischenaufenthalt durchpflügte Alois Gruber mit dem Bus die engsten Gassen Innsbrucks bis zum Hotel „stage 12“, das mitten in der Altstadt liegt: Das Innsbrucker Wahrzeichen, das Goldene Dachl, ist nur 300 Meter entfernt. Ebenso sind alle anderen wichtigen Attraktionen wie die kaiserliche Hofburg, der Dom, das Tiroler Landesmuseum nur wenige Geh-Minuten nebeneinander. Nachdem die Zimmer bezogen waren, erkundete die Reisegruppe die Hauptstadt des Bundeslandes Tirol.

Am Abend begrüßte der Intendant des Tiroler Landestheaters Innsbruck, Johannes Reitmeier, herzlich seine Besucher aus der bayerischen Heimat vor dem Theatergebäude. Sie bekamen die Oper Carmen von Georges Bizet zu sehen – auf tollen Plätzen. Diese Aufführung von Regisseur Laurence Dale war weit weg von Klischees. Kein spanisches Spektakel, keine Carmen im roten Kleid, sondern dunkle Farben, die die Bühne und die Kostüme dominieren. Farbig sind nur die Toreros. Aber auch für den Torero Escamillo hat Dale eine Überraschung in petto: Der Torero stirbt, der Stier überlebt die Oper. Für Dirigent Andrea Sanguineti, das Tiroler Symphonieorchester und die Sänger gab es an diesem Abend rauschenden Applaus und für die Rimbacher noch ein gemütliches Treffen mit Johannes Reitmeier in der Kantine des Landestheaters.

Am zweiten Tag hatte Günther Meiser für die Ausflügler eine Route über dem Dorf Igls ausgesucht. Das Dorf liegt auf einer Höhe von 870 Meter und ist bekannt durch die Olympischen Winterspiele; früh erkannte man die ideale Lage von Igls für den Tourismus. In den 50er Jahren entstanden die ersten Hotelanlagen, ein Kurpark, Kongresszentrum und ein Golfplatz folgten. Bei der Wanderung erlebten die Ausflügler wunderschöne Ausblicke in die atemberaubende Bergwelt und am Grünwalderhof konnte man Kaiserschmarrn mit Ausblick bis ins Stubaital genießen. Auf der Rückfahrt mit dem öffentlichen Bus offenbarte der Chauffeur in den Kehren seine Leidenschaft für Vettel und Co. Gut, dass man am Nachmittag am Innufer in Liegen bei einem Gespritzten die Sonne genießen konnte, bevor man sich zum gemeinsamen Essen im „Auis“ traf.

Den Höhepunkt für die Reisegruppe stellte am Sonntagvormittag eine Führung mit Johannes Reitmeier durch das neueröffnete Haus der Musik dar. Zwischen der historischen Hofburg, dem Volkskundemuseum und dem Landestheater gelegen, soll das 63-Millionen-Euro-Haus das neue kulturelle Zentrum Tirols werden. Die Keramikfassade, die durch das Sonnenlicht unterschiedliche Töne annehmen, luftige Lichthöfe, Fensterflächen, die den Blick auf die Gipfel der Nordkette ermöglichen ¬ Die Voraussetzungen dafür hat es. „Dem Innsbrucker Architekten Erich Stolz ist das Kunststück gelungen, das dichte Raumprogramm mit seinen unterschiedlichen Ansprüchen in Einklang zu bringen“, erklärte Reitmeier. Das Tiroler Landestheater, Symphonieorchester, das Institut für Musikwissenschaft, Mozarteum, Landesmusikvereine und Blasmusikvereine finden hier ihre neue Heimat.

Kein Wunder, dass Musiker und Schauspieler von den Möglichkeiten des Gebäudes schwärmen, das in drei Bauzeit entstanden ist. Reitmeier führte seine Gäste durch alle Spielstätten, schwärmte von der Akustik der Orchesterräume. Besonders genau nahmen die Schauspieler des LiBu die Technik der aufwendig ausgestatteten Theaterräume unter die Lupe. „Die Belüftung des Saals erfolgt beispielsweise durch kleine Öffnungen am Fuße der Theatersessel“, erläuterte Reitmeier, die drehbare Bühne lässt sich verstellen und es ist sogar ein Orchestergraben für 20 Musiker verborgen. Zum „Finale“ führte Johannes Reitmeier die Gruppe noch auf die Dachterrasse: „Von hier oben hat man den besten Blick auf die Altstadt von Innsbruck!“

Dann hieß es Abschied nehmen von Johannes Reitmeier. Mit einer Flasche Brandner Kaspar Kerschgeist verabschiedete Walter Kolbeck den Intendanten. Anschließend startete Alois Gruber den Bus zur Rückfahrt über den Achenpass zum Tegernsee, wo noch eine Einkehr im „Bräustüberl“ gehalten wurde. Eva Mauer hatte das Programm für den dreitägigen Vereinsausflug konzipiert, dafür erhielten sie viel Applaus.

Vor 58 Jahren starb der Rimbacher Pfarrer im Grafenwald an einem Herzschlag - deshalb machte der Lichtenegger Bundes auf Vorschlag seines Vorsitzenden Walter Kolbeck am 27. April eine kleine Wallfahrt zum sogenannten Pfarrermarterl, dem Gedenkstein im Grafenwald, wo Pfarrer Dr. Otto Menzinger starb. Dr. Otto Menzinger, Geistlicher Rat und Dekan, wirkte von 1920 bis 1950 in der Pfarrei Rimbach und war der geistige Urheber und der Dichter der Festspiele auf Burg Lichtenegg. Er schrieb den Zyklus „Lichtenegg“, „Hadumoth“ und „Siegmund zu Sattelbogen“.
Zum Abmarsch bei Lichteneck hatten sich über 60 Wallfahrer eingefunden, was die Erwartungen von Walter Kolbeck übertraf. Mitglieder des Theatervereins und Pfarranhörige wanderten dann auf den Weg nach Hinterlichteneck und weiter auf dem Bayerweg in den Grafenwald zum Gedenkstein, den die Pfarrei Rimbach nach dem Tod von Pfarrer Menzinger an der Stelle errichtete, an der der Rimbacher Seelsorger am 29. April 1950 infolge eines Herzschlages verstorben war. Da der Steig, auf dem die Menschen aus Oberdörfl früher ins Pfarrdorf nach Rimbach gingen inzwischen verwachsen ist, steht der Gedenkstein heute etwas abseits des Weges.
Drei Eigenschaften des vor 58 Jahren verstorbenen Seelsorgers hob Pfarrer Karl-Heinz Seidl im Laufe der Andacht hervor. Dessen Liebe zur Heimat, dem Bayerwald und zur Schöpfung, sein Wirken als hervorragender Seelsorger und als drittes seinen unerschütterlichen Glauben als Zeuge der Auferstehung Jesu.
Walter Kolbeck dankte anschließend namens des Lichtenegger Bundes dass so viele der Einladung zu dieser Wallfahrt gefolgt waren. So galt auch sein Dank besonders Pfarrer Seidl für die schön gestaltete Andacht. Dank sagte er allen die mitgegangen waren aber auch besonders Christian Simeth für den Schmuck des Gedenksteines sowie den Helfern aus dem LiBu, die für die Vorbereitung verantwortlich waren und Sitzbänke, Brotzeit und Getränke zum Gedenkstein getragen hatten. Nicht unerwähnt ließ Walter Kolbeck auch Fredi Eckert, der unterstützt von Alfred Silberbauer anlässlich dieser Wallfahrt eine aufschlussreiche Broschüre über Dr. Otto Menzinger zusammengestellt hatte, die an die Teilnehmer verteilt wurde. Walter Kolbeck fügte noch an, dass es schön wäre, wenn diese Wallfahrt eine bleibende Einrichtung würde und immer wieder die Initiative dazu käme. Dann lud er alle zur Brotzeit und gemütlichem Beisammensein ein.

Spende

Hohen geistlichen Besuch gab es am 9. April in der Pfarreiengemeinchaft Rimbach-Grafenwiesen-Zenching: der Bischof der Heimatdiözese von Pfarrer Peter Chettaniyil (links), Sebastian Vadakel (2. v.re.), war zu Besuch bei Pfarrer Peter. Bei diesem Aufenthalt überreichte der Vorsitzende des Lichtenegger Bundes, Walter Kolbeck (rechts), eine Spende in Höhe von 500 Euro an Bischof Vadakel und Pfarrer Peter. Mit dieser Spende, so Kolbeck, möchte der LiBu das Missionsprojekt von Pfarrer Peter in seiner Heimat unterstützen, mit dem der Pfarrer ein Waisenhaus für aidskranke Kinder fördert. Walter Kolbeck überreichte nur die Geldspende und ein Bild mit einer Szene aus dem Brandner Kaspar, die im bayerischen Himmel spielt. Interessiert ließ sich der Gast aus Indien im Beisein von Pfarrer Karl-Heinz Seidl noch einige Einzelheiten über das Theater auf Burg Lichteneck erzählen und bedankte sich für die großzügige Spende.

Foto: Volkner

Peter Lang, der renommierte Künstler, der in Gleißenberg wohnt, ist Schirmherr des Brandner Kasper 2018. „Ja, es ist mir eine große Ehre“, sagte Lang, nachdem einige Mitglieder des LiBu eine textlich auf den besonderen Anlass abgewandelte Szene aus dem Brandner Kasper gespielt hatten. „Wir waren uns von Anfang an sympathisch“, sagt Kolbeck, der Vorsitzender des Lichtenegger Bundes. Nach einem Besuch im Wohnhaus und Atelier von Peter Lang war die Übernahme der Schirmherrnschaft nur noch Formsache: darstellende und bildende Kunst gesellt sich gern.

Der gebürtige Oberbayer Lang kennt den Lichtenegger Bund schon seit Jahren. Immer wieder ist er gerne Gast ist auf Burg Lichteneck. Lang hat fast jedes Stück zusammen mit dem Irschenberger Theaterverein aus der Heimatgemeinde seiner Frau Gabriele besucht.

Als Gastgeschenk an den Schirmherren gab es einen Mörteleimer mit vielfältigem Inhalt, so auch
ein Schlagschnurgerät, das Peter Lang für seine Großformat-Bilder einsetzt. Gabriele Lang-Kröll erhielt einen Blumenstrauß. Das anschließende Schweinsbratenessen servierten die Familienmitglieder. Natürlich durfte auch der „Kerschgeist“ nicht fehlen.
Spender Andrea Löffler

Der Lichtenegger lässt auch Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, am Erfolg des Stücks „Der Brandner Kaspar“ teilhaben. Nachdem der LiBu bereits das Missionsprojekt von Pfarrer Peter Chettaniyil mit einer Spende unterstützt hatte, wurde eine weitere gemeinnützige Aktion mit einer Spende bedacht: Die Aktion „Bürger helfen Bürgern“ im Landkreis Cham. Sie hilft Landkreisbürgern, die in Not geraten sind. Träger dieser Aktion ist der Landkreis Cham, Schirmherrin ist Andrea Löffler, die Gattin von Landrat Franz Löffler. An die Schirmherrin (rechts) überreichte der LiBu-Vorsitzende Walter Kolbeck 500 Euro. Andrea Löffler bedankte sich bei Walter Kolbeck im Namen der Menschen, die in Not geraten sind.

Neue Vorstandschaft

Am Freitag, 16. Februar 2018, hielt der Lichtenegger Theaterbund im Gasthaus Sterr seine im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ab. Walter Kolbeck wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, und ist damit seit 1985 an der Spitze des Vereins. Leo Knabe und Ludwig Kern werden als gleichberichtigte Stellvertreter fungieren. Kassier bleibt Eva Maurer und Schriftführer Ernst Martin. Als Beisitzer wurden gewählt: Wolfgang Reimer, Kath Altmann, Evi Bablick, Max Weiß, Ursula v. Massow, Gerd Golleck, Tony Jetter, Matthias Schulte, Gabi Hofner, Max Weiß, Reinhold Berzl, Gabi Hofner, Fredi Eckert und Alois Gruber. Als Kassenprüfer stellen sich Gabi Hofner und Heinz Winklmüller zur Verfügung. Jugendsprecher werden Lisa Perlinger und Sophia Heinrichmeyer.
Walter Kolbecks Dank ging an die Gemeinde Rimbach, die den Verein tatkräftig unterstützt, der Bauhof ist immer wieder bei den Vorbereitungen eingespannt und auch das Touristikbüro ist im Vorverkauf involviert und leistet wertvolle Dienste. Ein weiteres Dankeschön ging an die Feuerwehr für die Park- und Fahrdienste und die Löschbereitschaft während der Spiele. Unterstützung wurde dem Verein auch zuteil bei der Anschaffung eines neuen, größeren Verteilerkastens, den das Ing. Büro Stefan Schmid aus Blaibach kostenlos projektierte und an Joe Kaeser, Chef der Siemens AG, der die „Hardware“ unentgeltlich lieferte.
Auch beim Burgbesitzer Stefan Kastl bedankte sich der Vorsitzende herzlich.
Kultur auf dem Land ist ein wichtiger Faktor und um die Jugend dafür gewinnen zu können, bedarf es nicht nur der Begeisterung für das Theaterspielen, sondern auch des Zusammenhaltes in der Gemeinschaft, auch das Feiern und gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten gehören dazu. Auf die neue Vorstandschaft wartet viel Arbeit, die man mit besten Kräften und Vorstellungen angehen werde, dazu gehöre die bereits angesprochenen Arbeiten am Beleuchterhaus, die Erneuerung der Technik und die notwendigen Reparaturen an Bühne, Brandnerhaus und Tribüne. „Wer aufhört, etwas zu tun, der kann nichts fertig bringen“ – mit diesem Sokrates-Zitat machte Walter Kolbeck Mut, die in der neuen Saison anstehenden Arbeiten schwungvoll anzugehen.
Weitere Ausblicke: Im kommenden Monat März wird das Schirmherrenbitten stattfinden, bei wem, das wird zeitnah verraten. Und am 29. April 2018, dem 68. Todestag von Pfarrer Dr. Otto Menzinger, dem Begründer und geistigen Urheber der Lichtenegger Burgfestspiele, wird eine Wallfahrt zum Gedenkstein unternommen werden. Auch eine Theaterfahrt nach Innsbruck ist in 2018 geplant mit entsprechendem Rahmenprogramm in Innsbrucks Umgebung.

Szenen aus dem „Brandner Kasper und das ewig` Leben“, unserem aktuellen Stück, können in der Mediathek des Programmn der Sendereihe „Ortstermin“ des TVA angesehen werden (https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/tva-ortstermin-auf-gehts-nach-rimbach/). TVA-Redakteurin Elisa Köppen hatte LiBu-Vorsitzenden Walter Kolbeck und den Boindlkramer im Holmeierhaus bei Dreharbeiten besucht.
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Am 30. September ging es für 40 Teilnehmer mit dem Bus in Richtung Elsass. Erstes Reiseziel war Straßburg. Mit ca. 280.0000 Einwohnern ist Straßburg die größte Stadt im Elsass. Sie ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Europarat, dem Europaparlament, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und vieler mehr. Daher versteht sich Straßburg auch als „Hauptstadt Europas“. Nach dem Besuch des überaus beeindruckenden Straßburger Münsters auf dem Münsterplatz mit dem bekannten Fachwerkhaus Kammerzell folgte ein kurzer Abstecher zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Gerberviertel. Die gut erhaltene historische Altstadt mit zahlreichen, teilweise vier- bis fünfgeschossigen Fachwerkhäusern wurde 1988 zum Weltkulturerbe erklärt.
Am Sonntag führte die Tour nach Colmar. Zur Überraschung aller stand im Zentrum eines Kreisverkehrs eine Abbildung der amerikanischen Freiheitsstatue. Kein Wunder, wie wir später durch unsere Fremdenführerin Gabi erfuhren, denn ihr Schöpfer, der Bildhauer Frédéric- August Bartholdi war Elsässer.
Beim Museum „Unter Linden“, das den berühmten Isenheimer Altar von Mathias Grünewald beherbergt, startete die Stadtführung durch das malerische, mit vielen bedeutenden Bürgerhäusern aus dem Mittelalter und der Renaissance. Die anschließende Zeit zur freien Verfügung nutzen viele, um das Museum Unterlinden zu besuchen, andere genossen den typischen Elsässer Flammkuchen in einem der urigen und zahlreich vorhandenen Restaurants.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es weiter zur Elsässischen Weinstraße. Anlaufpunkte waren hier die malerischen Orte Riquewihr und Ribeauville. Durch die vielen Gässchen schlendernd, luden die Strassencafés und „Winstuben“ dazu ein, den Sonnenschein und den guten Elsässer Wein im Freien zu genießen.
Am darauffolgenden Montag ging es weiter nach Freiburg. Das berühmte Freiburger Münster, hat seinen Ursprung in der Romanik wurde bis 1513 im gotischen Stil vollendet.
Markant und charakteristisch für die historische Altstadt sind Freiburgs „Bächle“, die dank der natürlichen Topographie ursprünglich für die Versorgung mit Brauch- und Löschwasser angelegt worden waren und heute, neu gefasst, eine touristische Besonderheit darstellen. Die Wasserläufe sorgen für ein angenehmes Klima und sind im Sommer eine beliebte Spielwiese für Groß und Klein. Am 3. Oktober stand schon wieder die Heimreise auf dem Programm. Bei Sonnenschein verließen die Libunesen die schöne Gegend zwischen Schwarzwald und Vogesen. Ein kurzer Zwischenstopp folgte in Schwäbisch Hall, das mit seiner malerischen Altstadt und der Lage am Kocher durchaus ebenso sehenswert ist wie Colmar.
Die Johanniterkirche, ursprünglich romanisch, später gotisch erweitert, wurde 1812 profaniert. Nach dem Erwerb des Gebäudes von der Stadt wurde die Kirche durch die Würth-Gruppe umfangreich renoviert und mit einem Erweiterungsanbau versehen. Seit November 2008 werden in der Johanniterhalle Alte Meister aus der Sammlung Würth gezeigt, darunter Werke von Lucas Cranach dem Älteren. Seit Januar 2012 ist als wertvollstes Stück dieser Sammlung die Madonna des Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen von Hans Holbein dem Jüngeren (auch als Darmstädter Madonna bekannt) im Chor der Johanniterhalle ausgestellt.
Fazit des Vorsitzenden Walter Kolbeck: Es waren vier sehr schöne und ereignisreiche Tage.
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Seine Exzellenz Bischof Rudolf Vorderholzer wagte bei der Vorstellung „Der Brandner Kaspar und das ewig´ Lebn“ einen Blick in Paradies – allerdings ebenfalls mit Retour-Billet. Vor der rot-golden Kulisse des Bühnen-Himmels sang der Bischof von Regensburg zusammen mit den Engeln, Petrus und mit den weiteren Darstellen des Lichtenegger Bundes das „Auerhahn Lied“. Nach einem Stamperl des obligatorischen „Kerschgeists“ der Bad Kötztinger Brennerei Liebl war Rudolf Voderholzer sprachlos von der Qualität des Stücks, Bühnenbild und Ausstattung. Ernst Martin (der Boildkramer) erhielt ein Sonderlob von ganz oben: „Sie haben mir besser als Toni Berger am Bayerischen Staatsschauspiel gefallen.“
Danach saß die Geistlichkeit mit den Lichtenegger Bund im Biergarten am Burggraben bei einer Hofmark Halben noch zusammen. Wer weiß, vielleicht diskutierten sie über den Satz des Boindlkramers : „Da git's an Platz, wou ma schej hoamli eineschaun kann en's Paradies“.
workshop
Frauen aus Norddeutschland trafen sich vom 30. September bis 2. Oktober im Holmeierhaus zu einem Workshop. Unter Leitung von Tina Kolbeck-Landau (Hannover) und Eva-Maria Lerche (Münster), Dozentinnen für Kreatives Schreiben, entwarfen sie Texte und arbeiteten an ihren Schreibprojekten. Anregungen fanden sie bei einem Besuch auf Burg Lichtenegg, wo sie LIBU-Vorsitzender Walter Kolbeck durch die Kulissen des Brandner Kasper, in den Pallas und auf den Turm führte. Aber auch die Atmosphäre des einzigen erhaltenen Bauernhauses Rimbachs inspirierte die Autorinnen. So entstanden Szenen aus dem Leben im Dorf und ein Kurzkrimi, in dem eine Leiche im alten Haus in der Schulstraße 6 auftaucht. Die Frauen dankten dem LIBU für seine herzliche Gastfreundschaft. Ihre Texte trugen sie zum Abschluss des Workshops in einer improvisiertem Lesung vor kleinem Publikum vor.
Das Bild zeigt (von links): Tina Kolbeck-Landau, Maria Perrefort, Eva-Maria Lerche, Imke Bielefeldt, Anke Günther im Holmeierhaus.
bittgang
Nach einer gelungenen und unfallfrei verlaufenen Spielsaison machte der LiBu am 8. Oktober zum Dank einen Bittgang von Rimbach zum Bachmeierholz. Nach Andacht in der Kapelle zur „Schmerzhaften Muttergottes“ in Bachmeierholz marschierten die Vereinsmitglieder noch im Buchbergerhof, Thürnhofen, auf eine Brotzeit vorbei. Gegen 16 Uhr waren die Wanderer wieder am Ausgangspunkt des Bittgangs angekommen.
libuvorstand2016
Bei den Neuwahlen des Lichtenegger Bundes (LiBu) wurde Walter Kolbeck im Februar 2016 in seinem Amt bestätigt. Seit Wiedergründung des LiBu im Jahr 1985 ist Walter damit an der Spitze des Laienspielvereins. Als gleichberechtige stellvertretende Vorsitzende wurden Leo Knabe und Ludwig Kern gewählt. Auch der Kassenführerin Evi Maurer und dem ersten Schriftführer Ernst Martin wurde in der Versammlung wieder das volle Vertrauen ausgesprochen. Bestätigt wurden auch Gabi Hofner und Heinz Winklmüller als Kassenprüfer. Als Beisitzer wurden gewählt: Wolfgang Reimer, Altmann Kathrin, Matthias Wegner, Evi Bablick, Toni Fischer, Max Weiß, Elisabeth und Tony Jeter, Josef Brey, Ursula von Massow, Gerd Gollek, Heinz Winklmüller, Gabi Hofner und Matthias Schulte.
Die Saisonabschlussfeier des Lichtenegger Bundes am 28. November fand an einem, für dem Lichtenegger Bund, historischen Ort statt: 1987 hatte im Pfarrheim der LiBu den Reigen der Wintertheater mit dem „Gwissenswurm“ von Anzengruber begonnen. Nach dem Abendessen gab es den traditionellen Bieranstich mit Johannes Reitmeier.
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Im Rahmen der 30-Jahr-Feier des Lichtenegger Bundes wurden folgende Gründungs- und Vereinsmitglieder geehrt: Theo Amberger, Ludwig und Rita Fischer, Rudolf Kolbeck, Erhard Altmann, Rita Amberger, Karl Amberger, Heinrich Bauer, Franz Bauer, Anton Baumann, Olga Eichler, Josef Heinrichmeyer, Andrea Hessinger, Josef Irlbeck, Inge Kolbeck, Dr. Carola Kolbeck, Evi Maurer, Hans Vogl, Eva und Max Weiß, Ev Bablick, Eva Bablick, Walter Kolbeck, Johannes Reitmeier und Wolfgang Graeber
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