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Musiktheaterpreis für Johannes Reitmeier

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Johannes Reitmeier, Daniel Luis de Vicente und Thomas Dörfler.

Am 6. August wurden in Salzburg die Österreichischen Musiktheaterpreise 2020 vergeben. Regisseur und Intendant Johannes Reitmeier erhielt dabei eine der begehrtesten Auszeichnungen in der deutschsprachigen Theaterszene. Reitmeier gewann den Preis in der Kategorie beste Regie für seine Inszenierung der Österreichischen Erstaufführung von Johanna Doderers Oper LILIOM und setzte sich damit gegen namhafte internationale Konkurrenz durch.
Mit Thomas Dörfler und Michael D. Zimmermann für die beste Ausstattung (Liliom) und Daniel Luis de Vicente für die beste männliche Nebenrolle (in Simon Boccanegra) konnte das Tiroler Landestheater Innsbruck (TLT) alle drei Nominierungen in Preise verwandeln.
Der Startenor Placido Domingo wurde bei der festlichen Gala für sein Lebenswerk geehrt. „Ich hätte nie mit diesem Preis gerechnet, jetzt bin ich dafür umso glücklicher für die großartige Bestätigung unserer künstlerischen Arbeit am TLT.“, freut sich der Intendant. Der Lichtenegger Bund gratuliert seinem Regisseur aufs Herzlichste.

Die Schattenkaiserin

Die Schattenkaiserin
Reinwald Kranner (Maximilian I.), Jil Clesse (Bianca Maria Sforza), Chor

Foto: Landestheater Tirol

Johannes Reitmeier inszenierte das Musical “Die Schattenkaiserin" als Beitrag zum Maximilianssjahr am Landestheater Innsbruck. Der Kaiser aus dem Geschlecht der Habsburger starb vor 500 Jahren. Im Mittelpunkt der Handlung steht seine zweite Ehefrau, die in seinem Schatten ein tragischen Dasein führte: die Mailänderin Bianca Maria Sforza. Die jungen Frau geht voller Hoffnungen in die durch ihren reichen Onkel eingefädelte Ehe geht. Offensichtlich heiratet der Kaiser Bianca nur wegen ihres Reichtums, denn Maximilian fühlt sich nicht hingezogen zu ihr. 17 Jahre waren sie verheiratet, nur fünf Jahre verbrachten sich gemeinsam. Vom Kaiser vernachlässigt, stirbt Bianca 1510 kinderlos, krank und vereinsamt in Innsbruck.
Die Kritik zeigte sich begeistert.

Bayerischer Rundfunk
Tirol im Maximilian-Fieber: Vor 500 Jahren starb der Kaiser, das ganze Jahr wird an ihn erinnert, jetzt auch mit einem Musical. Das erweist sich als opulent und sehenswert […].
Die Inszenierung von Intendant Johannes Reitmeier […] war in jeder Hinsicht überzeugend, die Mitwirkenden durchweg stimmgewaltig, glaubwürdig, authentisch. […] Ausstatter Michael Zimmermann schwelgte im Brokat-Prunk, dass es eine Freude war. Mode war um 1500 viel politischer als heute, wer was gelten wollte, musste es zeigen, und dies wurde wunderbar deutlich. […]
Ein Augenschmaus, auch was die Lichtführung anging. Bühnenhohe, mit Blumenmustern bedruckte, verschiebbare Elemente wurden zu immer neuen Räumen geordnet, üppige florale Muster hineinprojiziert, auch mal das Porträt das hakennasigen Original-Maximilian. Die Technik war beeindruckend, der Chor fulminant.

Austria Presse Agentur
Das Auftragswerk zum Maximilianjahr wurde am Samstag am Tiroler Landestheater euphorisch aufgenommen. […] Dieser rote Faden des Stückes, den man zu keinem Zeitpunkt verlor, gab einem mehr Zeit um sich auf andere Aspekte des Abends und des Werkes zu konzentrieren. Da waren unter anderem die Bühne, die vor allem durch Lichteffekte zu einem imposanten Erlebnis wurde, der mächtig donnernde Chor und die beeindruckende Gesangsleistung der Hauptdarstellerin Jil Cleese […].

Krone
Die Ausstattung ist wirklich prachtvoll: Kostüme aus Brokat und anderen edlen Stoffen, prächtige Tapisserien, Massenszenen mit allerhand Volk, akrobatische Moriskentänzer – all das gibt dem Stück seine Monumentalität und Opulenz. […]
In der Rolle des Bösewichtes Ludovico Sforza ist Dale Albright […] sowohl optisch wie stimmlich beeindruckend, ja regelrecht furchteinflößend. […] Verena Pötzl ist eine mit stimmlichen und körperlichen Reizen nicht geizende Apollonia Lang, Maximilians Geliebte und Biancas Hofdame. […]

Tiroler Tageszeitung
Michael D. Zimmermann und sein Team, verantwortlich für Bühne und Kostüme, haben einen prunkvollen Rahmen geschaffen. […] In ihren [Biancas] Songs verwandelt sie [Jil Clesse] anfänglichen Überschwang in schiere Verzweiflung über eine völlig missglückte Zweier-Beziehung. Reinwald Kranner gibt sich als Maximilian nach außen machtbewusst und gebieterisch […]. Starke Momente gelingen Kranner […] etwa, wenn Maximilian im stillen Kämmerlein seiner verstorbenen ersten Frau Maria von Burgund nachtrauert.

Reitmeier mit „Liliom“ auf gutem Kurs

Lilom

Foto: Rupert Larl

Am 23. Februar erlebte Innsbruck mit Intendanten des Tiroler Landestheaters (TLT) Innsbruck, Johannes Reitmeier, die österreichische Erstaufführung der Oper „Liliom“ nach dem gleichnamigen Schauspiel des ungarischen Dramatikers Ferenc Molnár (1878-1952) mit der Musik der öst. Komponistin Johanna Doderer und des Librettos von Josef E. Köpplinger. Das Bühnenbild von Thomas Dörfler, die fantasievollen Kostüme von Michael D. Zimmermann, sowie die intelligenter Lichtregie von Ralph Kopp zu und die gesangliche und orchestrale Seite begeisterten das Publikum, so die Kritik in der Presse. Klaus Billand schreibt, Stefan Klingele dirigierte mit viel Gefühl und Verständnis der komplexen Partitur, die bisweilen an Korngold, Schreker, Weill und andere erinnert. Mit einer eindrucksvoll feinzeichnenden Personenregie und Dramaturgie schaffte Reitmeier den Spagat zwischen der Darstellung der dem „Ringelspiel“ verpflichteten Schaubühnen-Ästhetik im Wurstel-Prater-Stil und der menschlich berührenden Tragik der Beziehung des „Titelhelden“ zu seiner Freundin Julie sowie der gemeinsamen Tochter Luise (Wozzeck lässt hier grüßen), die er wegen seines Selbstmordes bis zum 16. Lebensjahr gar nicht erlebt hat. Skurrilität wechselt dramaturgisch nachvollziehbar mit tragischer Sozialrealität ab. Und selbst die vordergründig härteste weibliche Hauptrolle, Frau Muskat, zeigt bei Reitmeier noch menschliche Züge.
Johannes Reitmeier hat nun nach dem „Tannhäuser“ und dem „Rienzi“ die dritte eindrucksvolle Regiearbeit abgeliefert, die ich am TLT erleben konnte. Es bleibt unter seiner Leitung auf gutem Kurs!

Reitmeiers „Everyman“ rockt Innsbruck

Everyman
Tosender Beifall für Reitmeiers „Everyman“: Das Premierenpublikum in Innsbruck feierte Darsteller und Musiker bei der österreichischen Uraufführung des Musicals „Everyman“ mit stürmischen Applaus. Im Großen Haus inszenierte Johannes Reitmeier das bildgewaltige Rockspektakel. Musik und der englischsprachige Text stammen von der international erfolgreiche Progressive-Rock-Band Vanden Plas, die live den Ton angab. „Everyman“ basiert auf dem Text eines unbekannten Autors aus dem 15. Jahrhundert, das Hugo von Hofmannsthal für seinen berühmten „Jedermann“ verarbeitet hatte. Nachdem der Vorhang gefallen war, lud Johannes Reitmeier zur Premierenfeier ein. Dort gratulierten dem Intendanten des Landestheaters Innsbrucks auch Fans der Festspielgemeinschaften Kötzting und Rimbach zur modernen Umsetzung des zeitlosen Theaterstoffs. Ein Wiedersehen gab es auch mit Astrid Vosberg. Sie war für die Choreografie der „Bettleroper“ zuständig und war am Samstag in den Rollen von Jedermann Mutter und Jedermann Mammon zu hören, die mit einnehmend vokalem Glanz brilliert. Und dann lautete das Motto des Abends: „Let`s party!“ Fazit der Kritik: „Halleluja, tönt’s einhellig und euphorisch durchs Große Haus. Das Premierenpublikum liebt den Innsbrucker Jedermann.

Reitmeiers Nostradamus: Brillant!

Nostradamus
Foto @ Rupert Larl
Die dramatische Lebensgeschichte des Nostradamus steht im Mittelpunkt des packenden Musicals, das im Jahr 2000 seine umjubelte Uraufführung und seither mehr als 100 Aufführungen erlebte. Intendant Johannes Reitmeier schuf Nostradamus gemeinsam mit seinem langjährigen künstlerischen Weggefährten, dem verstorbenen Operndirektor des Tiroler Landestheaters Roger E. Boggasch. In memoriam Roger E. Boggasch inszeniert er nun eine Neufassung für das Tiroler Landes Theater. Dabei gelang Johannes Reitmeier mit dem Ensemble des Landestheaters eine gefeierte Wiederaufnahme. Die Presse war beeindruckt:

  • „…Niemand aus dem Ensemble darf merklich negativ aus dem Rahmen fallen. Erst dann ist ein einnehmendes Musicalerlebnis möglich. Dieser seltene Glücksfall konnte bei der Premiere von "Nostradamus" in Innsbruck gehört und bestaunt werden.“ (Salzburger Nachrichten/ APA)

  • „ …Dank glücklichster Sternenkonstellation ist es Theatermagie pur, die das Publikum im Großen Haus erleben darf. […] Mit Uwe Kröger leuchtet ein glänzender Musicalstern am Theaterfirmament. Er hat das Format, theatralisch den Nostradamus mit allen Facetten des Menschlichen auszustatten.“ (Tiroler Tageszeitung)

  • „Musikalisch hat Roger E. Boggasch, der viel zu früh verstorbene Operndirektor des Tiroler Landestheaters, alle Register gezogen. […] er sprengt Grenzen, betritt neues Terrain – und dem Publikum gefällt’s. Intendant Johannes Reitmeier - das Libretto stammt von ihm – setzt auf fantasievolle Bilder, auf Spektakel. Schon der Beginn suggeriert ganz großes Kino! Und es ist ganz großes Kino! Fast drei Stunden Theater-Blockbuster in 3D! Das Publikum wird von Reitmeier in Atem gehalten. Er setzt auf Spannung, Tempo und holt die Sterne vom Himmel! Brillant!“ (Kronen Zeitung)

Hohe Auszeichnung für Reitmeier

Der Intendant des Tiroler Landestheaters, Johannes Reitmeier, ist vom Richard Wagner Verband Innsbruck-Bozen zum Ehrenmitglied ernannt worden. In einer Feierstunde wurde die Ehrenurkunde, im Beisein von Eva Wagner-Pasquier - der Urenkelin von Richard Wagner und Botschafterin aller Richard Wagner Verbände - überreicht. Der Präsident des Wagner-Verbandes Innsbruck-Bozen Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Ekkehard Kappler lobte in seiner Laudatio die Verbundenheit und die gute Zusammenarbeit mit Intendant Johannes Reitmeier.
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