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Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller von Windberg Schirmherr des "Mühlhiasl"

  • Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller mit der LiBu-Abordnung.

    Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller mit der LiBu-Abordnung.

  • Gastgeschenke der Brennerei Liebl an Frater Korbinian und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller.

    Gastgeschenke der Brennerei Liebl an Frater Korbinian und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller.

  • Handschlag: Walter Kolbeck und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller.

    Handschlag: Walter Kolbeck und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller.

  • Im Gespräch informierte Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller über die Prämonstratenser.

    Im Gespräch informierte Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller über die Prämonstratenser.

  • Frater Korbinian bei seiner Klosterführung.

    Frater Korbinian bei seiner Klosterführung.

  • Die Abordung des Lichtenegger Bundes auf dem Weg zum Kloster.

    Die Abordung des Lichtenegger Bundes auf dem Weg zum Kloster.

In einem zumindest hat der „Mühlhiasl“ doch nicht recht behalten. Damals prophezeite er: Davohaun kinnts me, dann mou i gehj. Awa ös mäißts daselmst amoi renna. I kimm wieda z´ruck, aba enk bleibts vowiehrt und wennt's erst aussegworfa sads, nachad derfts im Leb‘m nimma z‘ruck. Weiba und Kinda werdn haus‘n in enkane Zellna und ausselur‘n zu de Fensta! Doch am 25. Mai waren die 14 Patres in der Prämonstratenser Abtei Windberg wieder in den Klostermauern zuhause und aus dem Fenstern „lurten“ unter anderen Frauen und Jugendlichen heraus, die in der Jugendbildungsstätte Seminare besuchen. Und der „Mühlhiasl“ alias Walter Kolbeck und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller verstanden sich offensichtlich sehr gut. Da bedurfte es keines Wunders mehr, dass der neue Windberger Abt der Bitte des Lichtenegger Bundes (LiBu) auf Übernahme der Schirmherrschaft zustimmte: „Ich übernehme dieses Ehrenamt sehr gerne.“ Als Gastgeschenk habe der Vorsitzende des LiBu die neuesten Mühlhiasl-Spirituosen des Brennerei Liebl mitgebracht.

Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller gestand: „Der Konvent hat so seine Probleme mit dem Waldpropheten Matthäus oder Matthias Lang. Er ist eine umstrittene Persönlichkeit. Wegen seiner Visionen der Dinge in der Welt.“ Besonders wenn die Weißsagungen die Zukunft des Klosters betrafen. „Wenn das Weibsvolk aus den Fenstern herausschaut, dann ist es vorbei.“ Der legendäre Mühlhiasl hatte vor 200 Jahren dem Abt Ignaz Breu von Windberg vorausgesagt, dass er und sein Konvent durch Gewalt zu Grunde gehen werden. Zunächst ist es auch so geschehen: Das Kloster wurde 1803 säkularisiert und als Brauerei genutzt. Erst 1923 zog neues Leben in die verfallenen Mauern ein: Das heruntergewirtschaftete Kloster wurde von holländischen Prämonstratensern aufgekauft und zu neuer Blüte geführt.

„Das alles hat Matthäus Lang, der ein - zugeben – schwieriges Leben führte, nicht gesehen. Die Welt dreht sich immer noch. Und ich hoffe, dass alles nicht so schlimm kommt wie der Mühlhiasl es vorausgesagt hat“, sagte der 48-Jährige. Der Abt meint, dass es bei der Vielzahl der Prophezeiungen, die dem Mahner und Warner Mühlhiasl zugeschrieben werden, immer eine geben wird, die auf die Herausforderungen der Gesellschaft zutreffen kann.

Für die 35 Mitglieder des Lichtenegger Bundes mit dem Rimbacher Bürgermeister Heinz Niedermayer ergab sich die Gelegenheit mit Frater Korbian, die Klosterkirche zu erkunden. Besonders die Intarsienarbeiten am Chorgestühl und in der Sakristeischränken des Windberger Frater Fortunat Simon waren beeindruckend. Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller gab einen kurzen Einblick über die seelsorgerische Arbeit des Windberger Konvents. In den drei bayerischen Klöstern Windberg, Roggenburg und Speinshart sind noch 38 Mitbrüder. Im Gespräch stellte sich Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller als weltoffener Ordensmann heraus. „Mein Titel spielt in meinen Leben gar keine Rolle und verkompliziert die Kommunikation. Meinen Namen habe ich nach einem französischen Märtyrer gewählt“, informierte er. Von Nachwuchssorgen ist auch die Prämonstratenser Abtei betroffen: „Vielleicht muss man sich über andere Wege Gedanken machen, wie man Klöstern wieder beleben kann. Muss man sich schon mit 20 Jahren ob ich auf ewig diese Lebensart leben will, kann man freiwillig klösterliche Jahre absolvieren?“ – Ob der Mühlhiasl dazu auch eine Prophezeiung geben könnte?

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Erste Kostprobe des „Mühlhiasl“ in Neuhaus. Mehr…
Reitmeier in Asien. Mit der ersten Aufführung des „Freischütz“ in deutscher Sprache in Taiwan. Mehr…

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Einen Triumph auf ganzer Linie feierte Johannes Reitmeier mit seiner Abschiedsvorstellung in Innsbruck. Und: Johannes Reitmeiers Inszenierung der „Passagierin“ gewann den Österreichischen Musiktheaterpreis.

Völlig neue Wege geht der LiBu 2024 mit dem Bühnenbild, dessen Modell Michael Zimmermann vom Landestheater Tirol entworfen hat. Der Eingang wird durch ein großes Rolltor verschlossen sein. Im Hintergrund der Bühne ist eine Berglandschaft angedeutet, die durch spezielle Lichtprojektionen von Bruno Hartl völlig neue Darstellungsformen ermöglichen soll. Auch in anderen Teilen des Spiels soll moderne Technik verstärkt mit einbezogen werden, mit der beeindruckende Effekte erzielt werden können.

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Die letzten Spuren des Brandner Kaspars verschwinden: Mit Akku-Schraubern zerlegte das Bauteam mit freiwilligen Helfern die Bühne, auf der Brandner und der Boindlkramer jahrelang beim Publikum für Begeisterungsstürme gesorgt hatten. Der Tanzboden, das sechs Meter lange Brandnerhaus, die Schmugglerhöhle und natürlich der bayerische Himmel – alles Vergangenheit. Das Balkengerüst erstreckte sich auf 20 Metern in der Breite und zirka 20 Metern in der Tiefe. Insgesamt 400 Quadratmeter Spielfläche verschwanden, die Holzteile werden werden teilweise wieder verwendet. Nun nimmt die „Mühlhiasl-Bühne“ langsam ihre Form an. Der Lichtenegger Bund freut sich schon auf den „Mühlhiasl“: Nur noch zwei Monate bis zur Premiere!

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Erste „Mühlhiasl“-Probe: Neue Wege ging dieses Jahr der Lichtenegger Theaterbund (LiBu) auf der Suche nach einem für das Stück „Mühlhiasl“ geeigneten Destillats. Nach dem „Kerschgeist“ des Brandner Kaspers, musste ein „Schnaps“ gefunden werden, der zum neuen Stück passt. Gerhard Liebl, Chef der gleichnamigen Brennerei aus Bad Kötzting und langjähriger Partner des Theatervereins, stellte zehn verschiedene Brände und Liköre aus seinen mehrfach mit nationalen und internationalen Auszeichnungen prämierten Sortiment vor. Der Libu wird in diesem Jahr zwei Spirituosen kredenzen. Welche das sind. Lesen sie hier weiter…

Fotos: Freddy Eckert/Karl Amberger

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