Geschichte | Lichtenegger Bund
Geschichte
Lichtenegger Bund

Geschichte

1986 wurde das erste Theaterstück auf der Burgruine Lichteneck von über 100 Laienschauspielern aus Rimbach und Umgebung aufgeführt. Damals konnte ein junger Kötztinger Student, Johannes Reitmeier, für das Vorhaben, historische Burgfestspiele auf Lichteneck zu inszenieren, gewonnen und begeistert werden. Von 1986 bis 1991 wurden abwechselnd die Stücke „Burg Lichtenegg“, „Hadumoth“ und „Sigmund der Löwler“ gezeigt.
1986 bis 1991
1992 änderte der Lichtenegger Bund sein Konzept. Künftig standen Sagengestalten aus dem Bayerwald im Vordergrund. Autor und Regisseur Johannes Reitmeier verfasste „Das Rimbacher Mühlhiasl Spiel“, das von 1992 bis 1994 auf Lichtenegg zu sehen war. Das Stück wurde von überregionalen Medien und dem Publikum enthusiastisch gefeiert. Die Handlung folgt dem Weg der sagenumwobenen Gestalt vom Windberger Klostermüller bis hin zum heimatlosen visionären Wanderer durch die Dörfer des Bayerischen Waldes.
1992 bis 1994
Von 1995 bis 1997 knüpfte „Das Rimbacher Räuber Heigl Spiel“, von Johannes Reitmeier, an die Erfolge des Mühlhiasl an. Heigl, dem der Ruf des Volkshelden ebenso vorauseilte wie der, ein gefürchteter Verbrecher zu sein, entzog sich häufig auf geschickteste Weise seiner Verhaftung und erfreut sich auch heute noch großer Bekannt- und Beliebtheit bei der Bevölkerung zwischen böhmischer Grenze und Straubinger Land.
1995 bis 1997
1998 und 1999 inszenierte Reitmeier „Das Spiel vom wilden Eisengrein“, eine Legende aus dem Bayerwald nach dem Roman von Hans Watzlik. Der bärenstarke, aber doch sensible Stierhirte vom Lusen, genannt Eisengrein, leidet an seiner Einsamkeit. Er sucht die Menschen, aber er brüskiert sie. Selbst die, die ihm gewogen sind, können letztlich nicht mehr zu ihm stehen oder erst, wenn es zu spät ist. An dieser Tragik geht der „Wilde Eisengrein“ zugrunde. Im Millenniumsjahr 2000 wurde nochmals „Das Rimbacher Mühlhiasl Spiel" aufgeführt.
1998 bis 2000
„Ritter, Tod und Teufel“ war das Motto 2001 bis 2003, in denen die „schwoaze Spinn" auf der Burg ihr Unwesen trieb.
2001 bis 2003
Von 2004 bis 2007 trieb „da Goggolore" seine Späße auf der Burg. Die Komödie verzauberte Zehntausende von Zuschauern.
2004 bis 2007
Ab Juli 2008 feierten Johannes Reitmeier und der Lichtenegger Bund mit der Passion der „Judas vom Woid“ – eine von Publikum und Kritik begeistert aufgenommene Neuproduktion.In starken Bildern und Szenen ließen die Schauspieler die bittere Parabel auf die Unverbesserlichkeit der Menschen zu allen Zeiten aufleben.
2008 bis 2010
Von Juli 2011 bis August 2012 berührte das Schwirza-Drama „Keryhof“ nach einer Romanvorlage von Karl May die Zuschauer auf der Burgruine Lichteneck.
2011 bis 2012
Im Juli 2013 fand die gefeierte Premiere der „Geierwally“ statt. Ein „Meisterstück“ urteilten Kritik und Publikum einmütig über die Bearbeitung von Regisseur und Autor Johannes Reitmeier. Wegen des großen Erfolges wurde das dreimal ausverkaufte Stück von 2013 bis 2015 gezeigt.
2013 bis 2015
Der Brandner Kaspar: Hinter dieser Produktion stehen unzählige Arbeitsstunden, Kreativität, Engagement und Einsatz, ohne die aber eine furiose, glänzende Inszenierung wie der „Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ in einer Fassung von Johannes Reitmeier nicht möglich wäre. „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ ist Volkstheater im besten Sinn, prall, bunt, witzig, frech – schreibt die Kritik über das Erfolgsstück des Lichtenegger Bundes.
2015 bis heute
2020 und 2021 musste der "Brandner Kaspar und das ewig’ Lebn" wegen der Corona-Epidemie abgesagt werden.

Der Lichtenegger Bund blickt zurück auf eine einzigartige Theatergeschichte im Landkreis Cham: Seit mittlerweile 36 Jahren begleiten Figuren aus Stücken des Lichtenegger Bundes aus Rimbach den Landkreis Cham: „Das Rimbacher Mühlhiaslspiel“, „Das Spiel vom wilden Eisengrein“, „da Goggolore“, „Der Räuber Heigl“, „Da Judas vom Woid“, „Keryhof“, „Die Geierwally“ und seit 2016 „Der Brandner Kasper und das ewig‘ Leben“ . Die Tradition des Lichtenegger Bundes – wie der Name schon vermuten lässt – mit dem historischen Spiel „Burg Lichtenegg“ begonnen, das von Pfarrer Dr . Otto Menzinger als Autor und Bernhard Notz, einem Musikpädagogen aus Berlin, erdichtet war . Doch schon 1950, nach dem Tod von Dr . Menzinger, war es wieder aus mit den Burgfestspielen . Doch Notz hatte zuvor noch den nach ihm benannten Bayerwaldchor gegründet: Und der begleitete noch Jahrzehnte die Festspiele . Mitte der 60er-Jahre hob sich der Vorhang wieder zu Gastspielen des Südostbayerischen Städtetheaters . Doch wieder ließ das Interesse der Zuschauer nach . Die Bühne fiel in einen Dornröschenschlaf .
Erst nach der Neugründung des Lichtenegger Bundes (LiBu) am 1 . Dezember 1985, als Walter Kolbeck zum Vorsitzenden gewählt wurde – der übrigens bis heute mit einigen Mitgliedern aus der Urbesetzung den Verein führt wurde im Sommer 1986 wieder das erste Theaterstück auf der Burgruine Lichteneck aufgeführt . Damals konnte auch ein junger Kötztinger Student für das Vorhaben, historische Burgfestspiele auf Lichtenegg zu inszenieren, gewonnen und begeistert werden: Johannes Reitmeier .
Reitmeier setzte in der Folge auf modern inszeniertes Theater und hatte Erfolg damit . Als Autor und Regisseur sorgte er mit der Schauspieltruppe des Lichtenegger Bundes für volle Zuschauerränge . Das Duo Johannes Reitmeier und die Schauspieltruppe des Lichtenegger Bund hat mit ihren Produktionen im Laufe der Jahrzehnte Hunderttausende von Zuschauern in den Festspiellandkreis gelockt und Stammgäste in ganz Bayern gewonnen .